Forderungsmanagement Software

Eine Forderungsmanagement Software ist genau genommen die Software Lösung, mit der der Dienstleister für Forderungsmanagement selbst arbeitet. Für Gläubiger sind entsprechende Systeme nur dann interessant, wenn sie eine eigene Abteilung für die Arbeit an zahlungsgestörten Forderungsangelegenheiten unterhalten. Gläubigern, deren Volumen an Zahlungsstörungen eine entsprechende Investition nicht rechtfertigt, ist die Arbeit mit einer Schnittstelle zu einem Inkassodienstleister angeraten. In diesem Blogbeitrag zeigen wir, was Forderungsmanagement Software leistet, und wo es zu Missverständnissen kommen kann.

Forderungsmanagement Software

Die Kernfrage ist: Was genau erwarte ich von einer Forderungsmanagement Software? Geht es darum, ein eigenes, leistungsfähiges Forderungsmanagement aufzubauen, oder geht es darum, zahlungsgestörte Forderungsangelegenheiten an einen Inkassodienstleister zu übergeben? Die Auseinandersetzung mit dem Thema Forderungsmanagement Software ist also unterm Strich eine klassische Make-or-Buy-Entscheidung.

Automation

Die AutomationForderungsmanagement Software des Forderungsmanagements entspricht in dieser Entscheidungsfrage dabei dem Buy, also dem Einkaufen einer Dienstleistung. Der Zusammenhang mit der Forderungsmanagement Software ergibt sich in diesem Kontext aus der Variante für die konkrete Fallübergabe. Diese erfolgt nämlich teil- oder vollautomatisiert und zwar aus einer bestehenden ERP-, BuHa- oder OPOS-Software. Innerhalb dieser Lösung wird eine bestehende Schnittstelle zum Inkassodienstleister anprogrammiert. Damit werden die relevanten Daten zu Zahlungsstörungen an das Inkasso Büro übermittelt, und die Arbeit an den Fällen selbst übernimmt ein Dienstleister.

Die Automation des Mahnwesens macht folglich aus einem bestehenden und etablierten System eine Art Forderungsmanagement Software. Die Lösung erhält ein zusätzliches Feature, das dafür sorgt, dass auch der Umgang mit zahlungsgestörten Forderungsangelegenheiten aus der Software selbst erfolgen kann. Eine waschechte Forderungsmanagement Software im engeren Sinne wird die ERP-, BUHA- oder OPOS-Lösung damit aber nicht. Fakt ist aber: das Thema Forderungsmanagement ist ausgegliedert und für das Gläubigerunternehmen selbst komfortabel gelöst.

Eigenes Inkasso

Forderungsmanagement Software

Eine echte Forderungsmanagement Software zu entwickeln oder anzuschaffen entspricht dem Make. Denn die Entscheidung bedeutet, nicht auf einen etablierten Dienstleister, dessen Knowhow und gewachsene Strukturen zu setzen, sondern eben buchstäblich selbst ins Inkasso einzusteigen. Das bedeutet, eine separate Abteilung für Forderungsmanagement aufzubauen, die einzelnen Prozesse zu entwickeln und zu prüfen, und das bedeutet viel Geld und Zeit in ein komplett neues Projekt zu investieren.

Mit der Anschaffung der Software ist es nämlich nicht getan. Individuelle Anpassungen an das jeweilige Umfeld, in dem die Forderungsmanagement Software zum Einsatz kommt, erfordern technische Entwicklungsarbeit. Mitarbeiter müssen eingestellt, eingearbeitet und für die mitunter diffizilen Abläufe im Inkasso sensibilisiert werden. Schließlich bedeutet das Investment in eine Forderungsmanagement Software und den Aufbau einer eigenen Abteilung für Inkasso und Mahnwesen Folgekosten, da die Software gepflegt, auf dem aktuellen Stand gehalten und mitunter an veränderte Rechtsgrundlagen angepasst werden muss. Kurz: Mit der Anschaffung einer Forderungsmanagement Software gründet man de facto ein eigens Inkassounternehmen, das aber nur einen einzigen Mandanten hat.

Ob dieser Aufwand lohnt, hängt immer von der Unternehmensgröße ab und natürlich davon, ob Unternehmer einen derartigen Aufwand überhaupt betreiben möchten.

Fazit

Ob es direkt eine Forderungsmanagement Software sein muss, oder ob die schnittstellenmäßige Erweiterung einer vorhandenen ERP-, BUHA- oder OPOS-Software genügt, ist immer eine individuelle Entscheidung, die von vielen betriebswirtschaftlichen Faktoren abhängt. Am Ende bleibt es aber eine zwischen einkaufen und selber machen.

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