Wann ein Inkassobüro wirklich lohnt!

Wer mit einem Inkassobüro arbeitet, hat vor allen Dingen eines: Einen Plan B, wenn Forderungen eine Zahlungsstörung aufweisen. Außerdem bringt ein Experte im Umgang mit offenen Posten von Beginn an die notwendige Stringenz ins Forderungsmanagement und steht als Partner in der Verfolgungen zahlungsgestörter Forderungssachen mit strategischem Knowhow und wertvollen Erfahrungen an der Seite seines Mandanten.

Dann lohnt die Zusammenarbeit mit einem Inkassobüro - Sparschweinchen auf Geldscheinen

Zuallererst geht es aber natürlich immer darum, die Arbeit, die für die Verfolgung unbezahlter Rechnungen entsteht, abzugeben und das möglichst mit den besten Erfolgsaussichten. Genau dafür sind Dienstleister im Forderungsmanagement da: Ein Inkassobüro übernimmt die Realisierungsarbeit, die Schuldnerkommunikation und die strategische Umsetzung mit dem Ziel, offene Forderungen in reales Geld zu verwandeln. Und das wird dann an den Mandanten (den Kunden des Inkassodienstleisters) ausbezahlt.

Stringenz im Mahnwesen

Zudem bringt ein Inkassodienstleister auch die nötige Stringenz ins Mahnwesen, und zwar beginnend bei der Zahlungserinnerung, der betrieblichen Mahnung. Idealerweise enthält ein solches erstes Mahnschreiben nämlich bereits einen dezenten Hinweis auf das angeschlossene Inkassobüro, dass für den Fall, dass die Nachfrist der Mahnung wiederum versäumt wird, mit dem Einzug der Forderung beauftragt wird. Dabei empfehlen wir, den entsprechenden Dienstleister tatsächlich namentlich zu nennen. Das sorgt für Verbindlichkeit und zeigt, dass Unternehmen für den Umgang mit zahlungsgestörten Posten tatsächlich einen (erprobten) Plan B in der Hinterhand haben.

So arbeiten Inkassobüros

Aber was genau tut so ein Inkassobüro denn eigentlich? Worin liegt die Spezialisierung und warum haben Experten im Forderungsmanagement oft dort Erfolg, wo ihre Kunden scheitern?

Das liegt zu allererst in der uneingeschränkten Fokussierung auf das Forderungsmanagement. Denn wo genau das in bspw. einem Fitnessstudio allenfalls ein Nebenkriegsschauplatz ist, steht beim Inkassodienstleister der gesamte Betrieb im Zeichen der Beitreibung offener Posten.

Daneben spielten natürlich auch Knowhow und Erfahrung eine zentrale Rolle. Denn einerseits kommt die professionelle und vor allem zielgerichtete Schuldneransprache ohne einen kommunikationspsychologischen Unterbau nur schwerlich aus. Andererseits braucht es die Erfahrung, wann man sich mit welchem Anliegen an welche Stelle richten kann, und welche Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Einmeldung von Schuldnern bei Auskunfteien wie der SCHUFA.

Exkurs: SCHUFA Einmeldung

Die Einmeldung funktioniert nämlich als Zahlungsanreiz nur dann, wenn sie rechtsgültig von Statten geht. Ausschlaggebend ist hier bspw. der §28a des Bundesdatenschutzgesetzes, der genau reglementiert, wann Schuldner an eine Auskunftei gemeldet werden dürfen. Im Falle der vorgerichtlichen Bearbeitung von zahlungsgestörten Forderungssachen kommt hier ein Katalog von nicht weniger als sechs einzelnen Kriterien zum Tragen. So muss …

  1. … der Schuldner trotz erbrachter Leistung des Gläubigers nicht bezahlt haben,
  2. … das Interesse des Gläubigers, die Forderung zu erhalten, durch die Einmeldung gewahrt werden,
  3. … der Schuldner mindestens zwei Mahnungen erhalten haben,
  4. … ein Zeitraum von vier Wochen zwischen der ersten Mahnung und der Datenübermittlung an die Auskunftei liegen,
  5. … der Schuldner über die Übermittlungsabsicht unterrichtet worden sein und
  6. … die Forderung unbestritten sein.

Das Beispiel Forderungseinmeldung verdeutlicht den Aufwand und das Knowhow, das hinter professionellem Forderungsmanagement steht. Weitere Beispiele für die notwendige Expertise lassen sich übrigens problemlos finden: Angefangen von relevanten Fristen im gerichtlichen Mahnverfahren über teilweise nicht ganz eingängige, aber obligatorische Angaben in Anträgen für Vollstreckungsmaßnahmen bis zum weiten (wenn auch ungeliebten) Feld des Insolvenzrechts. Und so weiter und so fort.

Die Zusammenarbeit mit einem Inkassobüro lohnt damit tatsächlich immer. Denn für Gläubiger sind Expertise, Knowhow und die Durchführung des Forderungsmanagements tatsächlich kostenneutral. Alle Kosten, die in der Forderungsverfolgung entstehen, sind nämlich ein sog. Verzugsschaden und müssen damit von der Schuldnerseite getragen werden. Besser geht’s nicht!

Veröffentlicht unter Inkasso
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